Kanalbauarbeiten im Wasserschutzgebiet
                 Hochschneeberg Juli-Sep. 2009

 
  (Text mit freundlicher Genehmigung von Herrn Grand, Firma Volvo Baumaschinen Österreich GmbH)

Einer EU-Verordnung zufolge wurden das Damböckhaus, die Ochsenbodenalm sowie die Fischerhütte (mit 2.049 m Seehöhe die höchstgelegene Schutzhütte in NÖ) mit einer, dem Stand der Technik entsprechenden Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung ausgestattet. Die Bauarbeiten fanden im sensiblen Natur-, Landschafts- und Wasserschutzgebiet Hochschneeberg, einem der beliebtesten Ausflugsziele der Wiener Bevölkerung statt. Die geschätzten Investitionskosten liegen bei 700.000 Euro und die Bauzeit war von Juni bis Oktober 2009 festgelegt.

Mit der Realisierung des Projekts wurde die Leyrer & Graf Baugesellschaft (www.leyrer-graf.at) betraut und diese beauftragte ihrerseits die Tiefbau Burger GmbH (www.tiefbau-burger.at) aus Gföhl im Waldviertel.

Die schwierigen Fräsarbeiten durch den Fels am Schneeberg galt es für Mario Burger nicht zu unterschätzen. Daher ging er auf „Nummer Sicher“ und entschied sich, seinen Volvo EC210C zu zerlegen und in einer Nacht & Nebel-Aktion mit der Zahnradbahn auf den Schneeberg zu transportieren. Burger dazu: „Es war schon mit einem gewissen Risiko verbunden, den 21-Tonnen-Bagger auf Schiene zu verladen und durch die engen Tunnel auf den Gipfel zu transportieren. Aber das Risiko hat sich gelohnt!

Noch nie war eine so große Baumaschine am Schneeberg im Einsatz. Jeder kleiner dimensionierte Bagger wäre für diesen Einsatz einfach hoffnungslos überfordert gewesen.“ Schließlich muss ein 80cm breiter und 1,60m tiefer Graben für die Verlegung der Leitungen in den harten Fels gefräst werden. Dazu kommen noch die bereits alpinen Wetterbedingungen, wie z.B.: dichter Nebel am Morgen, kurz darauf strahlender Sonnenschein, Regen und Wind am Abend.

Für das eigentliche "Ausheben" des 1,6 m tiefen Grabens wurde eine Baggeranbaufräse Erkat ER 1200-1 eingesetzt. Sie ist für Bagger der Gewichtsklasse 23-30 to geeignet, verfügt über eine Schneidkraft von 53.846 N und ist mit ihrer Schneidkopfbreite von 850 mm bestens für Kanäle geeignet. Mit dieser robusten Fräse, die Mario Burger von der Firma Prucha Baumaschinen Ges.m.b.H. bezogen hat, läßt sich das Material erschütterungsarm abtragen und anschließend problemlos wieder als Füllmaterial für den Kanal verwenden.

Kanalbau Schneeberg Kanalbau Schneeberg Erkat Fräse
Mario Burger (Mitte) und Bruder Rene, Gerald Pappenscheller, Volvo Baumaschinen Massive Dauerbelastung: Mit einer Erkat-Fräse ER 1200 wurden die schwierigsten und längsten Abschnitte der insgesamt rund 12,5 km langen Künetten mit 80cm Breite und 1,6m Tiefe aus dem Fels geschrammt)


 
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